Hausgeburt Begleitung

12. September 2021

Es war schon sehr sehr lange ein grosser Wunsch von mir eine Geburt fotografisch zu begleiten …und wie es der Zufall wollte, lernte ich Anna kennen …. sie ist selbst Hebamme und war mit dem 3. Kind schwanger … als ich Ihr von meinem Wunsch einer Geburtsbegleitung erzählte war der Drops quasi gelutscht ? Wir lernten uns bald persönlich bei einem Familien Shooting kennen und die Chemie stimmte von der ersten Sekunde an ….Ich muss sagen ich habe nicht wirklich damit gerechnet das es klappen würde weil der Geburtstermin in mitten von tagtäglichen Hochzeiten und Fototerminen ausgerechnet war und es eigentlich unmöglich gewesen wäre mittendrin noch eine Geburt zu begleiten . Der Termin rückte näher und es ist Donnerstag Morgens kurz nach 4 Uhr als auf meinem Telefon eine besondere Nachricht erreicht: Es ist Anna …Sie hat schon leichte Wehen…Das ist mal eine Nachricht. WOW. Ich setzte mich sofort mit einer Tasse Kaffee ins Auto und flitze los…Ich verfolgte schon eine Weile den Trend der Geburtsreportagen aus Amerika und war jedes Mal fasziniert von den Bildern, zeugten sie doch vor allem von der Kraft und Stärke der Frauen unter der Geburt. Wenn ich anderen von diesem Wunsch erzählte, dann war die erste Reaktion meist ein etwas irritiertes, fragendes Gesicht. Das änderte sich aber ganz schnell, wenn ich dann aber von den Emotionen, der Anstrengung und der Freude, der Überwältigung und dem Glück berichtet habe, das ich so gern in meinen Bildern festhalten wollte.Da war sie also: Diese Anfrage und ein Vertrauensbeweis wie er größer nicht sein könnte!Anna hatte schon Erfahrung mit einer Hausgeburt im eigenen Geburtspool. Als wir alle Details besprochen hatten, war ich voller Vorfreude auf dieses Ereignis. Vor allem das das Geschlecht des Ungeborenen noch geheim bleiben sollte bis zur Geburt, machte es natürlich noch spannender ?Zugegeben, ich wurde schon ziemlich nervös als der Geburtszeitraum immer näher rückte, und war in ständiger Alarmbereitschaft. Meine größte Sorge war, dass ich es vielleicht nicht rechtzeitig schaffe, Enrico, der Papa vergisst, mich anzurufen oder ich gerade weit weg auf einer Hochzeitsreportage bin… Es waren auch so viele Gedanken, die ich mir um die Geburt selbst machte, wie wird es wohl sein, wie lang wird es dauern und werde ich alle Momente so einfangen können, dass es eine unvergessliche Erinnerung für die Familie wird?Entgegen aller Vermutungen und Vorraussagen machte sich das Baby doch nachts auf den Weg und als ich bei der Familie ankam, verspürte ich sofort ein vertrautes Gefühl. Die Atmosphäre im Haus war gänzlich unaufgeregt und ruhig. Auch ich war völlig ruhig und habe konzentriert arbeiten können. Im Nachhinein denke ich, dass die Kamera zwischen mir und dem Geschehen wie ein emotionaler Puffer gewirkt hat, zuhause beim Sichten der Bilder sind dann die Tränen gekullert und selbst jetzt, nach unzähligem Anschauen der Reportage, fesselt es mich noch immer und ich bin unendlich gerührt über die Freude und Liebe, mit der Maximillian empfangen wurde.Es erfüllt mich mit einer tiefen Dankbarkeit, diese kostbaren Momente, die wertvollen ersten Augenblicke, dieses Wunder als Erinnerung für die Eltern, die Geschwister und vor allem für Maximilian selbst festgehalten zu haben.

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